Bangui ist die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Umgeben von dichten tropischen Wäldern, am Fluss Ubangi gelegen, ist es die einzige Stadt von bemerkenswerter Größe in der Region.
Aufgrund ihrer flussnahen Lage ist die Stadt regelmäßig Opfer von Überschwemmungen, da sich die Wassermenge des Flusses in der Regenzeit verdreifacht.
Bangui ist ein Ort permanenten gesundheitlichen Notstands, in dem das Durchschnittsalter 18 Jahre beträgt.
Schwester Aurora Marci, geboren als Caterina am 3. Februar 1941 in Tertenia, stammt aus einem kleinen Dorf in der Provinz Nuoro auf Sardinien, eingerahmt von Hügeln und unweit des wunderbaren Meeres. Als elftes (und letztes) Kind von Ruggero und Aurora verbringt sie eine unbeschwerte Kindheit und Jugend, geprägt von der Hilfe für die Familie, Arbeiten beim Tabakwarenhändler und der Katholischen Aktion. Mit dem Erreichen ihres 20. Lebensjahres erfüllt sie schliesslich ihren grossen Wunsch und beginnt ein „neues Leben“ als Postulantin im Kloster.
Im September 1963 legt sie offiziell das Gelübde ab im Orden der Töchter von Sankt Joseph, ändert ihren Namen zu Ehren ihrer Mutter in Aurora und wird, wie sie es selbst gern sagt, die Braut Jesus‘.
Fortan widmet sie sich dem Wohlergehen ihrer Nächsten, insbesondere der Kinder in Kinderkrippen, Kindergärten und Waisenhäusern.
Im Laufe der Zeit wirkt sie in verschiedenen Orten Sardiniens, der Toscana und sogar in Arlesheim (Basel) in der Schweiz.
Immer stärker wird jedoch ihr Wunsch, sich als Missionarin den „armen vergessenen Seelen“ der Welt zu widmen. So begibt sie sich am 8. September 1988 auf ihre erst Mission nach Zongo im damals belgischen Kongo. In den darauffolgenden 33 Jahren ist sie in verschiedenen Regionen Zentralafrikas für ihre Mission unterwegs und widmet sich der Ausbildung und gesundheitlichen Betreuung „ihrer“ Kinder und der bedürftigen Familien. Mutig schaut sie den zahlreichen regionalen Schwierigkeiten ins Auge und sammelt während ihrer Besuche in Italien bei Familie und Freunden persönlich Spendengelder für ihre kleinen Projekte.
Nun ist die Zeit gekommen für den letzten bedeutsamen Meilenstein ihres langen Lebens. Für dieses ausserordentliche Vorhaben braucht sie ein starkes Team, und sie hat uns um Hilfe gebeten. Gerne möchten wir uns für ihre Sache engagieren und ihr helfen, ihren Traum zu verwirklichen.